Innerer Frieden - wie war das nochmal?

Wenn man Menschen fragt "Was wünscht Du Dir am meisten?" dann kommt früher oder später der Wunsch nach Frieden.
Frieden, was für ein friedliches Wort! Sanft und stark zugleich.
 
Ich wünsche mir auch Frieden. Frieden in der Welt und Frieden in uns, denn das ist der erste Schritt.
 
In der Welt kann es nur Frieden geben, wenn wir mit uns selbst im Frieden sind. Wenn wir uns so annehmen und lieben wie wir sind. Mit all unseren Fehlern, Ängsten und Schwächen aber auch mit all unseren Talenten und Stärken.
Frieden fängt immer im Inneren an, wie alles andere auch.
Man kann nicht in Frieden mit dem Nachbarn, den Kollegen oder der Familie leben, wenn man mit sich selbst so gar nicht im Frieden ist. Dann wird es im Leben immer irgendwo Unfrieden geben.
 
Ich war früher nie mit mir in Frieden. Ich war meilenweit davon entfernt! Immer hätte ich alles anders und vor allem besser machen können. Hätte ich doch das gesagt oder das lieber nicht. Dies getan oder das lieber nicht. Ich gab mir hierfür die Schuld und dafür. Vor allem wenn es geliebten Menschen nicht gut ging, dann musste das ja meine Schuld gewesen sein. Nicht, weil ich dachte ich sei der Nabel der Welt, nein, so gar nicht! Sondern weil ich immer das Gefühl hatte irgendwie falsch zu sein, anders, zu sensibel, zu... und nicht gut genug natürlich. Das passierte meist eher unbewußt, es war so ein unangenehmes Gefühl. Ehrlich gesagt ein ziemlich hässliches Gefühl.
Ich bürdetet mir viel auf, auch viel Verantwortung schon als kleines Kind, viel zu viel.
Als ich das vor ein paar Jahren erkannt hatte wurde ich traurig. Und das durfte auch sein. Ungeweinte Tränen richten nur Schaden im Körper an. Davon konnte ich ein Lied singen, denn so hatte ich über die Zeit einige Autoimmunerkrankungen entwickelt, die mir viel meiner Kraft und meiner Lebensfreude nahmen. Die Zeit heilt keine Wunden, man arrangiert sich eher damit oder drückt die unangenehmen Dinge eben weg. Und so rutschen sie ins Unterbewußtsein und modern vor sich hin. Das funktioniert im Allgemeinen ganz gut, nur irgendwann ploppen sie hoch. Alles Unverarbeitete ploppt früher oder später hoch und klopft an. Es ruft: "Huhu! Ich bin immernoch da! Huhu kuck mal hier!" Es ruft damit man es wahrnehmen, würdigen und verarbeiten kann. Erst dann kann es gehen.
Ja ja, das Thema loslassen! Und ich durfte viiiel loslassen.
Doch das Gefühl immer freier und immer mehr ich zu werden, war und ist sehr lohnenswert! 💝
Ich wurde immer friedlicher und versöhnter mit mir. Ein wohliges, seeliges Gefühl.
 
Als ich das erste Mal diesen tiefen inneren Frieden spürte, es war so schön! Ich konnte mich so gern haben wie ich war und einfach so sein lassen wie ich war. Und ich konnte auch die anderen so sein lassen, wie sie sind.
Innerer Frieden, dieses so feine friedliche wohlige Gefühl in mir, diese sanfte Ruhe war wundervoll! 😍
Und gleichzeitig merkwürdig! So soll sich innerer Frieden anfühlen? Ist das jetzt innerer Frieden oder ist das langweilig? Und Langeweile mag ich ja gar nicht. Gut, dieses Gefühl war schlichtweg neu! Ich habe mich gezwickt: gut, ich lebe noch!
PS: Wenn man immer in tiefen Gefühlen unterwegs ist, dann kann sich die "innere Mitte" ziemlich befremdlich anfühlen.
Es gab auch Momente, wo ich fast ein bisschen beunruhigt war, denn dieses Gefühl kannte ich so nicht. So eine innere Ruhe, ich kannte sie nicht. Ich hatte sowas bis dahin noch nie gefühlt, dachte ich. Doch, ich hatte es schon gefühlt, doch erschwerend kam dazu: als ich mich immer zaghaft gut reingefühlt hatte, passierte immer etwas schlimmes. Und genau deshalb "traute ich dem Frieden nicht mehr"... es war einfach zu früh und zu oft passiert. Und ich bin sicherlich nicht die Einzige, der es so ging.
 
Ich weiß nicht, wie es Dir geht. Ich hoffe es geht Dir gut! ☀️
Bei mir ploppen die letzten Tage noch unverarbeitete Reste alter Themen hoch. Das ist so überhaupt nicht spaßig. Und mein innerer Friede hat sich mal so eben in den Urlaub verdrückt... Sogar meine Kaninchen sind zeitweise auf Krawall gebürstet. Tja, ist eben wie mit Kindern. Sie spiegeln mir auch was los ist oder was los sein sollte.
Und ehrlich gesagt weiß ich was Sache ist. Manchmal dauerts ein paar Momente bis es mir richtig klar wird.
Autsch, das kann schon mal etwas schmerzen. ABER es kann dann auch heilen!
Es liegt nicht immer alles in unserer Verantwortung. Wir sind nicht für alles zuständig und können alles kontrollieren. Wir haben viel Kraft und Macht, doch wir können erstmal "nur" in unserer "kleinen Welt" Frieden schaffen!
Und unsere Verantwortung hört da auf, wo die des Anderen anfängt.
 
Wenn Du Dir von Herzen Frieden wünscht und vielleicht noch nicht in allen Bereichen Deines Lebens in Frieden bist, dann schau mal in Dich hinein, ganz offen und ehrlich.
Mit welchen Dingen bist Du nicht im Reinen oder im Frieden mit Dir?
Gibt es etwas was Du Dir selbst vorwirfst?
Gibt es etwas, was Du Dir nicht verzeihen kannst?
Etwas, was Du getan hast oder was Du nicht getan hast?
Was Du gesagt oder nicht gesagt hast?
Wofür gibst Du Dir vielleicht insgeheim die Schuld?
 
Das alles nimmt uns unsere wertvolle Kraft!
Es ist Zeit aufzuhören und selbst zu bestrafen, uns selbst zu verurteilen und uns selbst unsere wunderbare Energie wegzunehmen, die wir fürs gute Leben nehmen könnten.
Es wird Zeit, dass jeder Einzelne von uns mit sich selbst Frieden schließt. Die Zeit kann man nicht zurückdrehen und was passiert ist, ist passiert. Es hat uns zu dem reichen Menschen gemacht, der wir sind und: wir LEBEN!
Vielleicht gibt es im Wohlfühlen noch Luft nach oben, doch es ist möglich. Leichter als man denkt! Und man darf sich auch Unterstützung holen.
 
Mir was Gutes tun...
wenn es mir nicht gut geht und unangenehme Themen hochkommen hilft mir das:
- Stirn+Hinterkopf halten (entspannt und man kommt aus dem Kampf-Fluchtmodus raus)
- Stirn+Herz halten: eine Hand auf die Stirn und die andere auf mein Herz (verbindet Herz mit dem Verstand und löst Stress)
manchmal sage ich mir einen stärkenden Satz wie "Ich bin im Frieden mit mir."
- alles was mich beschäftigt und schmerzt: aufschreiben
- mit einem lieben vertrauensvollem Menschen sprechen
- tiefes und ruhiges ein- und ausatmen (Atmen ist eine gesunde Angewohnheit)
- viel stilles Wasser trinken (kühl, lau, warm - reinigt)
- in die Natur gehen (erdet mich und macht den Kopf frei)
...manchmal auch alles zusammen, da geht´s mir gleich viel besser! Verarbeiten statt wegdrücken und gut für mich sorgen.🎁
(Essen hat früher mal ganz gut funktioniert (scheinbar zumindest) doch das funktioniert nicht mehr, ist aber eine andere Geschichte.)
 
Hand aufs Herz...
Oftmals bewundern oder lieben wir andere Menschen und bei uns selbst fällt uns das gar nicht auf oder ein. Die wenigsten Menschen stellen sich vor den Spiegel, sehen sich in die Augen und sagen aus tiefstem Herzen: "Ich liebe Dich!
Schön, dass es mich gibt!
Doch das ist sicherlich genau das, was wir am nötigsten haben! 💖 Man kann ja auch mit: "Ich mag mich" anfangen. 💖
Man kann sich dabei auch feierlich die Hände auf sein Herz legen. 👐
Wunderwasser:
Falls Du nicht so der Typ der Spiegel und Worte bist, noch nicht ;-) vielleicht, dann kannst Du das Herzbild ausdrucken und Dein Wasserglas ein paar Minuten draufstellen. Wasser speichert Energien und das Wasser kannst Du trinken als Wunderwasser sozusagen. Das machst Du sooft Du magst.
Egal ob Du daran glaubst oder nicht, es wirkt!
Ist genau wie mit der Schwerkraft! 😎
 
Wenn wir unser Herz für uns öffnen, wahrnehmen was wir alles schon erlebt haben, Gutes wie Schmerzhaftes. Egal wie viele blaue Flecken wir davongetragen haben: Was wir alles schon gemeistert haben!
Das wir das endlich mal sehen und würdigen, dann heilen wir ein ganz großes Stück!
 

 

Und dann kommt sogar der innere Frieden aus dem Urlaub zurück!🌞 💫💗💫😊

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